Mo
17
Okt
2011
Pottler schlucken bittere Pille
"Es gibt solche und solche Niederlagen, aber diese Pleite war eine der ganz bitteren Sorte", war Trainer Dirk Schulz nach der Partie sprachlos über die Leistung seiner Spieler. Gegen einen direkten Konkurrenten verlor man am Ende auch in der Höhe verdient mit 1:5 (1:2). Dabei machten die Pottler gegen Arminia Klosterhardt III haarsträubende Fehler in Serie.
"Wir müssen jetzt schauen, wie es weiter gehen wird. Wer nach diesem Spiel nicht wach wird, dem ist einfach nicht mehr zu helfen. Langsam sollte sich ein jeder mal selbst hinterfragen, nun muss was passieren", so der Coach. Aus diesem Tief kann sich die Mannschaft nur selbst rausziehen, beispielsweise mit einer besseren Trainingsbeteiligung. "Die ist nämlich momentan katastrophal", weiß Schulz, "und dann braucht man sich auch erst gar nicht zu wundern." Gegen einen direkten Konkurrenten bekommt man alsoi mit die höchste Saisonniederlage. Und das sagt einiges. Mit einem Sieg hätten die Pottler erstmals die Abstiegsränge verlassen können, am Ende des Tages gab es aber richtig lange Gesichter und ein völlig konsterniertes Trainerteam.
Bereits vor der Partie war großes Chaos angesagt, nicht nur das Schulz die Aufstellung nach kurzfristigen Absagen noch ändern musste, auch der Platz war nicht gemacht und liniert. So hieß es erst einmal Hektik pur, weil man die Kreidekarre selbst in die Hand nehmen musste - Prädikat mangelhaft. Dann sollte es auf dem Ebeler Rasenplatz losgehen und die Pottler hatten bereits nach neun Minuten die erste Großchance. Dominik Kroese ging alleine auf den Keeper zu, scheiterte aber mit einem Lupfer. Per Doppelschlag kam dann das böse Erwachen. In der elften und zwölten Minute ließ man sich fast das identische Tor reinnageln - 0:2. Die beiden Chancen waren auch die einzigen für die Oberhausener in Halbzeit eins. Nach 22 Minuten brachte Dominik Kroese seine Farben wieder mit einem strammen Schuss ran. Dominik Steuper, heute das erste Mal in der Startelf, scheiterte kurz vor der Pause alleine vor dem Tor, als er das Leder knapp vorbeisetzte.
Insgesamt war das eine ganz schwache erste Halbzeit: keine Laufbereitschaft, mangelhaftes Zweikampfverhalten, die meisten Pottler waren völlig von der Rolle, denn hier war eindeutig mehr drin. So gab es ein riesen Donnerwetter in der Kabine von Trainer Dirk Schulz, die Mannschaft nahm sich für den zweiten Durchgang noch einmal richtig was vor. In der 57. Minute war der Drobs dann fast schon gegessen, Dennis Ohm schlug eine Kerze im eigenen Strafraum und der Arminia-Stürmer bedankte sich per Kopf. Nun spielte nur noch Arminia und gewann somit auch am Ende verdient mit 5:1. "Ich hoffe jetzt zeigt die Mannschaft eine Reaktion und zwar schon Mittwoch beim Training, die Hobbyligaeinstellung muss bei manchen hier aus dem Köpfen", so auch ein enttäuschter Reimar Basenau.
Vorbildlich war einzig der Einsatz von Masseur Hans Dau. Nach einem Zweikampf von Denis Hufnagel und seinem Gegenspieler nach rund einer halben Stunde, polterten beide mit den Köpfen aneinander und blieben blutüberströhmt am Boden liegen. Dau leistete emsigen Einsatz und hielf auch dem Gast aus Klosterhardt mit Verbandszeug aus. Hufnagel konnte nicht mehr weiter spielen und wurde später mit fünf Stichen am Hinterkopf genäht.
Ruhrpott: Hampel, Ohm, Hufnagel (30. Skowranek), St.Droste, M.Lepori (60. Rödel), Aydin (60. Edward), Wirsch, Morinc, Steuper, Kroese, Prien.
Tore: 0:1 (11.), 0:2 (12.), 1:2 Kroese (22.), 1:3 (57.), 1:4 (73.), 1:5 (84.).
Kommentare: 2
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#1
Schaut auf die Tabelle und reißt euch den Arsch auf. Es ist noch lange nichts verloren, denn 57 Punkte sind noch zu vergeben.
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#2
siehe oben - Denis Hufnagel mit fünf Stichen genäht - so schnell fertigt man gute Spieler.
Gute Besserung an Ike.
Gute Besserung an die Mannschaft - ich glaube an euch! Hier hilft jetzt kollektives Zusammenspiel und keine fünf Stiche! Wie gesagt - 57 Punkte. Nix ist unmöglich. 
Meister Kreisliga C 2010/2011









